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ICCR Foundation

Der Hintergrund: Forschung für ein zukunftsfähiges und demokratisches Europe

Das Interdisziplinäre Forschungszentrum Sozialwissenschaften (IFS) wurde 1986 in Wien als unabhängige und international agierende Forschungseinrichtung gegründet. Sein Auftrag ist es, politische Analysen aus vergleichender Perspektive mit Schwerpunkt auf Europa und dessen Nachbarländer zu erstellen. Nach Auffassung des Forschungszentrums bietet die politische Analyse eine normative Perspektive: Ziel ist die Förderung der Demokratie. Vor diesem Hintergrund erlangen die Wirksamkeit und Effektivität politischer Strategien und Maßnahmen Bedeutung und müssen in ein kohärentes politisches Programm integriert werden. Mit dieser Herausforderung sind die Sozialwissenschaften, das politische System und die Wirtschaft in ihrer Zusammenarbeit konfrontiert.

Seit seiner Gründung hat das IFS seine Fachkompetenz im Bereich Analyse und Evaluierung ständig ausgebaut. Sein Schwerpunkt liegt auf der europäischen Integration in Bezug auf:

Diese Themen sind relevant für die nachhaltige und demokratische Entwicklung Europas. Die solide Arbeit des Zentrums hat zu dessen Ausbau zu einer herausragenden Forschungseinrichtung auf internationaler Ebene geführt.

Am Anfang verstand sich das IFS als Brücke zwischen Ost und West innerhalb eines sich entwickelnden europäischen Raumes. Mittlerweile bildet ein komplexes Europa mit 25 Mitgliedsstaaten sowie neuen Nachbarländern ein faszinierendes Forschungsfeld.

Das Forschungszentrum hat sich auf etwa 17 MitarbeiterInnen mit verschiedenem kulturellem Hintergrund erweitert. Das Zentrum konnte ein Forschungsbudget von mehr als 2 Millionen Euro aus nationalen und internationalen Quellen lukrieren. Nach dem Beitritt Österreichs zur Europäischen Union, hat das IFS mehr als 100 Projektanträge im Bereich vergleichender, transnationaler Forschung bei der Europäischen Kommission eingereicht, von denen mittlerweile rund 40 erfolgreich abgeschlossen wurden, wobei das IFS bei den Meisten als Projektkoordinator fungierte.

Vor dem Hintergrund der Europäisierung der (sozialwissenschaftlichen) Forschung gründete das IFS im Jahr 2000 ein Schwesterinstitut in Paris. Die Koordination zwischen den Instituten erforderte die Gründung einer Stiftung zur Verbesserung der organisatorischen Stabilität und der finanziellen Unabhängigkeit des IFS. Am 3. März 2005 wurde die „ICCR-Foundation“ im Wiener Rathaus gegründet, um auch die wirtschaftliche Unabhängigkeit des Zentrums zu gewährleisten.

Die ICCR-Foundation und der Auftrag der Sozial- und Humanwissenschaften

Anlässlich des feierlichen Gründungsakts der Stiftung unterstrich Prof. Nico Stehr, ein international renommierter Sozialwissenschaftler und Vorsitzender des wissenschaftlichen Rates der Stiftung, den gesellschaftlichen Auftrag der Sozialwissenschaften. Ihre Aufgabe ist „Leidenschaft und Optimismus“ bei der richtig verstandenen Anwendungsorientierung: Die Sozialwissenschaften können zu einem weitreichenderem Verständnis gesellschaftlicher Entwicklungen beitragen, vorausgesetzt, sie konzentrieren sich nicht auf die oberflächliche Beratung der Politik.

Diesem Auftrag entspricht das Forschungsprogramm der Stiftung: Die Weitergabe der Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung an gesellschaftliche und politische Akteure sowie an industrielle und wirtschaftliche „Benützer“ ist eins der erklärten Ziele des Zentrums und wird von der Stiftung unterstützt. Die Aufrechterhaltung der Forschungsfreiheit ist an volle Transparenz gebunden, was die Forschungsgrundsätze, -annahmen und –methoden betrifft. Diese Transparenz schließt auch Informationen über die Finanzierungsquellen der Forschung ein.

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Fax: +43.1.253 1400-200
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